durch Wände malen

Zu jedem Frühstück serviert man ihr die selben Gedanken,
fast geht sie verloren in all diesen Wirren,
doch in einfachen Worten und verquerten Ideen,
versucht sie die Welt zu skizzieren.

Ihr Kopf erklärt dem Herzen den Plan,
ihr Herz so groß wie unsere Sorgen,
zuviel ist passiert, zu wenig geschehen,
so glaubt es nicht an morgen.

Könnt‘ ich doch bloß durch Wände malen,
ich wüßt, mir zu vergeben,
das Richtige tun, das Falsche vermeiden,
und endlich leben.

Zu jedem Gut-Nacht schenkt man ihr Fehler zum Träumen,
doch nur ein Traum weckt Geborgenheit,
sie gibt ihr Bestes und scheitert solange,
bis sie vor Sorgen schreit.

Die Welt, sie dreht sich zart vor Schmerzen,
sie taumelt, stolpert, küßt dich wach,
Sehnsucht verhindert deinen Atem,
die Angst vorm Glück macht schwach.

Könnt‘ ich doch nur durch Wände malen,
ich wüßt, mich zu verführen,
bin nicht perfekt, doch möchte ich,
den perfekten Menschen spüren.

Und eines Tages trifft sie Hoffnung auf der Straße,
sie sieht ihr tief in verführendes Leid,
sie gibt dir Kraft, enttäuscht dich mehr,
ganz von der Welt befreit.

Doch plötzlich versteht sie all deine Sorgen,
gesteht ihre Schuld vor jenen, die wissen,
sie liebt und liebt und wird doch scheitern,
doch sich nie selbst vermissen.

Könnt ich doch bloß durch Wände malen,
empfänd‘ ich keine Wut mehr,
die Seele im Einklang, die Welt in Stücken,
ein Schmunzeln nur für dich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.