Du

Kennst außen nur von innen,
und außer innen keine Schönheit,
erlebst mit wenig Sinnen,
und zelebrierst die Einsamkeit.

Willst Liebe ohne Leiden,
und planst die Leidenschaft,
kannst Sinnlichkeit vermeiden,
und lebst stets stolz und vorbildhaft.

Mach‘ dich dreckig,
sei mal schmutzig,
klebrig, schwitzig, matschig, witzig,
nicht nur perfekt,
mit wildem Haar,
auch ganz direkt,
unmittelbar.

Wärst gerne ohne Makel,
denn makellos ist rein,
flüchtest vor jedem Ekel,
und wahrst Erhabenheit und Schein.

Scheinst immer recht fanatisch,
bist fantastisch genau,
wirkst ungerne empathisch,
und träumst gern schwarz auf grau.

Mach‘ dich nackig,
sei mal herzlich,
schmerzlich, dämlich, peinlich, sehnlich,
nicht nur schal,
mit lüstern Lust,
auch ganz banal,
ein Mensch.

Ich bin.

Ich bin bei dir,
ich bin mit dir,
ich bin alleine,
ich bin einsam,
wo soll ich sein?
Was willst du von mir?
Lass’ mich in Ruhe,
geh doch fort.
Ich liebe dich,
aber nicht hier.
Ich liebe dich,
aber nicht heute.
Ich will nichts,
du willst nichts.
Wir wollen alles.
Das ist zuviel.
Das Vertrauen haben wir verloren.
Und es wiedergewonnen.
Wir haben verloren und gewonnen.
Wir haben uns.
Ich liebe dich, hier und heute…

ODE AN ES

Anfang ohne Sinn
Es ist so nett adrett,
nett adrett wie ein schönes Bett,
ich frag mich, ob Gott mich rett’,
wenn er es tät‘,
wäre es nett.

Die Idee melancholischer Trauer auf us
Es ist nur ein dunkler Fluss,
es manchmal nur ein Kuss,
es verloren in großem Verdruss,
es ist Wert, daß man macht dafür Schluss.
Ist es Muss?

Der Einschub
Glanzlos sind die Wolken,
wie sie am Himmel hängen,
und mich erinnern an Dinge,
die ich einst haben wollte und nie bekommen werde.

Das Ende?
Ist es wirklich oder gar wichtig,
ist es ganz und gar nicht nichtig,
schafft es Freude oder Trauer,
vielleicht schafft’s nur Kummer ganz auf Dauer.

Das Ende.
Was es ist, das weiß man nicht,
denn für jeden ist’s verschieden,
ist es manchmal auch recht schlicht,
hofft ein jeder, es zu kriegen.

Nachwort
Gewidmet ist dies all den Seelen,
die sich tagtäglich furchtbar quälen.
Mit Liebe, Freude, Hass und Trauer,
stehen sie allein in einsam‘ Regenschauer.

Langeweile

Langeweile, Langeweile,
fühl‘ ich mich so schrecklich leer,
tausend schreckliche Gedanken,
zieh’n durch mein Gehirn daher,
Wahnsinn, Amok, Spinnereien,
grenzenlose Seelenwut,
möchte schreien, brüllen, toben,
doch in meinem Geiste ruht,
Wissen um die Langeweile,
darum lass‘ ich ohne Eile,
Frieden walten,
Seelenfrieden,
Schlaf und Schlaf und süße Ruh’…
[7.10.03 13:45,
angelehnt an große Literaten,
aber eben nur angelehnt]

Mehr kannst du nicht tun…

Schweigende Minuten,
der Körper Gefängnis,
seelenweise,
zitternde Hände,
Spiegel tief,
der Geist am Ende,
Tränen schluchzen,
weit entfernt,
ignorier es,
meint der Freund.

Draußen toben,
wild Gestirne,
drunten loben,
wir einander,
vielleicht bedeutet,
es mir alles,
doch das Herz,
es schlägt allein?

Tausend Stunden,
brüllen heiser,
bis zum Frieden,
einmal einst,
die Gedanken,
werden leiser,
Schlaf.

Hass‘ die Ruhe,
lebe laut,
gib Verzweiflung,
Herz und Schmerz,
Schmunzeln,
Lächeln,
ganz für andre,
Seele, Wut,
Liebe,
und mehr.

Bist zu,
Frieden,
offen,
Herzig,
umarm die Welt,
egal,
wenn sie nicht,
mit dir zieht.

Gut.

Die einzige Frage,
das brennende Ziel,
Gedanken beschreiben Gedanken.
Die einzelne Kleinigkeit,
das Wahre zuviel,
die Suche verläßt alle Schranken.

Drei mal lachen,
zwei hell, eines tief,
die Angst, es nie zu hören.
Ein einzig mal lachen,
bis tief in die Nacht,
und mit ihm die Angst zerstören.

Ein besserer Mensch,
mit jedem Stück Seele,
bis nichts mehr übrig ist.
Doch irgendwann sehen,
tief drinnen verstehen,
du bist.

Auch ohne Bedeutung,
du hast sie geschaffen,
im Grunde dennoch nur Schicksal.
Das Streben-Dagegen,
das Niemals-zu-Wissen,
Beweis die Bestimmung nochmal.

Ich bin dein Körper,
nach außenhin Freiheit,
bin du, bin jeder, bin nicht.
Meine Welt ist Bedeutung,
Bedeutung die Welt,
wir sind ewig und immer und nicht.

Ich lächle und schmunzle,
verstehe doch kaum,
versuche nur eines zu finden.
Verlasse die Grenzen,
stürz mich in den Traum,
und seh‘ dich durch geschlossene Lider.

hauptsache

Lass‘ mich für dich die Sonne stehlen,
ich macht’s mit bloßen Händen,
es würd‘ mich nicht schmerzen, kann mich nicht quälen,
denn ich macht‘ es nur für dich.

Lass‘ mich für dich die Romantik neu erfinden,
sie wird deiner noch nicht gerecht,
ich gäbe mein Herzblut, würde mich schinden,
doch anmaßend zu denken, ich könnt’s.

Ich möchte mit dir in den Wahnsinn tanzen,
Vernunft und Verstand als Piraten verkleiden,
möchte in Herzen deinen Namen stanzen,
und mich nur zwischen Himmel und Himmel entscheiden.

Doch egal, was ich mache,
hauptsache,
nicht ohne dich.

Lass‘ mich dir tausend Geschichten berichten,
von Träumen, von Liebe, von Glück,
ich würde zumeist von deiner Schönheit dichten,
wären meine Worte nur mächtig genug.

Laß‘ mich mit dir stundenlang diskutieren,
über alles, was uns bewegt,
egal, wenn wir beide nicht kapitulieren,
wichtig ist nur, dass wir zusammen sind.

Ich möchte mit dir das Meer wild umarmen,
mit der Zeit einen Tag um die Wette laufen,
möchte im Ruhestand mit dir Farne umgarnen,
und bedauernswerten Hühnern den Regenwald abkaufen.

Doch egal, was ich mache,
hauptsache,
nicht ohne dich.

Lass‘ mich dich in meine Arme nehmen,
und auch in deinen ruh’n,
ich kann mich ständig nach deinem Halt sehnen,
meine größte Freude bist du.

Lass‘ mich versprechen, dich immer zu lieben,
es fiele mir ehrlich so leicht,
und wenn wir mal streiten, schließen wir Frieden,
ich wäre für dich immer da.

Ich möchte mit dir in alle Länder verreisen,
Schwachsinn von zahlreichen Dächern laut schreien,
möchte kuscheln und knutschen, den Himmel beweisen,
und Brandteig voll Großmut den Kitsch verzeihen.

Ich möchte von dir noch so vieles lernen,
dich sehen und kennen, bis tief in dein Herz,
möchte zwischen uns alle Barrieren entfernen,
und ganz und gar wär‘ ich dein.

Und egal, was wir machen,
gemeinsam, tausende Sachen,
um glücklich zu sein.

durch Wände malen

Zu jedem Frühstück serviert man ihr die selben Gedanken,
fast geht sie verloren in all diesen Wirren,
doch in einfachen Worten und verquerten Ideen,
versucht sie die Welt zu skizzieren.

Ihr Kopf erklärt dem Herzen den Plan,
ihr Herz so groß wie unsere Sorgen,
zuviel ist passiert, zu wenig geschehen,
so glaubt es nicht an morgen.

Könnt‘ ich doch bloß durch Wände malen,
ich wüßt, mir zu vergeben,
das Richtige tun, das Falsche vermeiden,
und endlich leben.

Zu jedem Gut-Nacht schenkt man ihr Fehler zum Träumen,
doch nur ein Traum weckt Geborgenheit,
sie gibt ihr Bestes und scheitert solange,
bis sie vor Sorgen schreit.

Die Welt, sie dreht sich zart vor Schmerzen,
sie taumelt, stolpert, küßt dich wach,
Sehnsucht verhindert deinen Atem,
die Angst vorm Glück macht schwach.

Könnt‘ ich doch nur durch Wände malen,
ich wüßt, mich zu verführen,
bin nicht perfekt, doch möchte ich,
den perfekten Menschen spüren.

Und eines Tages trifft sie Hoffnung auf der Straße,
sie sieht ihr tief in verführendes Leid,
sie gibt dir Kraft, enttäuscht dich mehr,
ganz von der Welt befreit.

Doch plötzlich versteht sie all deine Sorgen,
gesteht ihre Schuld vor jenen, die wissen,
sie liebt und liebt und wird doch scheitern,
doch sich nie selbst vermissen.

Könnt ich doch bloß durch Wände malen,
empfänd‘ ich keine Wut mehr,
die Seele im Einklang, die Welt in Stücken,
ein Schmunzeln nur für dich.